Über Airsoft

Hier findest du einige Infos darüber, was "Airsoft" (oder "Softair") eigentlich ist.

Begriffserklärung ▾

Airsoft (auch: Softair) ist ein sportives, taktisches Geländespiel, teilweise mit ausgeprägten Live-Rollenspiel-Anteilen, welches mit sog. Softairs gespielt wird. Dabei ist das Grundprinzip ähnlich wie bei Paintball: 
Ein gegnerischer Spieler kann aus dem Spiel befördert werden, indem man ihn trifft.
Anstatt der farbigen „Paintballs“ werden bei Airsoft Plastikkugeln verwendet. Das setzt bei Spielen einen hohen Grad von Fairness voraus, da man Treffer nicht anhand von Farbflecken nachweisen kann.
Das eigentliche Ziel des Spiels ist jedoch vom Spieltyp abhängig.
Im Gegensatz zu z. B. Fussball, ist Airsoft nicht an ein spezielles Spielfeld gebunden. Als Spielfelder eignen sich sämtliche Geländetypen wie z. B. Wälder, Kiesgruben, alte Industriegelände und Hallen.
Wird ein Spieler getroffen, so gibt er mit einem lauten „HIT“ den Treffer bekannt und verlässt das Spielfeld so, dass die anderen Mitspieler erkennen können, dass er nicht mehr im Spiel ist. Der getroffene Spieler begibt sich daraufhin zur „Safezone“. Darin müssen die Waffen gesichert sein und es darf nicht in Richtung der sich dort befindlichen Spieler geschossen werden. Bei Spieltypen wie z. B. Capture-the-flag dient diese Zone auch dem Wiedereinstieg ins Spiel.
Da diese „BB's“ Geschwindigkeiten von bis zu 190 Meter pro Sekunde erreichen ist es obligatorisch eine Schutzbrille während des Spiels zu tragen. Muss während eines Spiels die Brille abgenommen werden, wird das Spiel gestoppt.

Spielgeräte ▾

ASG (Airsoftgun) sind vom Aussehen her echten Waffen nachempfunden, bestehen aber größten Teils aus Plastik. Höherwertige Modelle hingegen werden aus Metall hergestellt und wiegen das Gleiche wie eine originale Waffe. Bei solchen Modellen wird bei der Herstellung auch mehr auf Details geachtet. Bei vielen Airsoftspielern gehört das Tunen ihrer „Waffen“ dazu. Hierbei werden Teile mit höherer Qualität und Leistung verbaut, oder Zubehör wie z. B. Zielvisiere oder andere Schulterstützen etc. angebracht.

Anders als bei Paintball wird bei Airsoft ohne Farbmunition gespielt. Es ist Farbmunition für Airsoftspielgeräte erhältlich, doch wird auf deren Anwendung in der Regel verzichtet, da es zu Verschmutzungen durch im Lauf platzende Kugeln kommen kann (auch Laufplatzer genannt). Normalerweise werden Kunststoffkugeln - so genannte „BB's - Baby Bullets“ - mit einem Durchmesser von 6, seltener 8 mm und früher auch 5,5 mm verwendet, die per Federdruckluft oder Treibgas auf eine Geschwindigkeit von ca. 60-190 m/s beschleunigt werden. Diese BB's gibt es sowohl als billige Plastik Ausführungen mit geringer Qualität in großen Mengen für wenig Geld (meist zu erkennen an knallig bunten Farben), als auch als höherwertige Munition ohne Grate oder Dellen an den Kugeln. Außerdem gibt es noch die Bio-BB's, welche aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen, welche sich innerhalb einiger Monate im Freien zersetzen. Letztere sind zwar etwas teurer, meist aber auch höherwertiger als gewöhnliche Munition und sollten vorzugsweise eingesetzt werden, da mit Plastikkugeln im Wald zu schießen Umweltverschmutzung und somit verboten ist.

Ausrüstung ▾

Neben dem Sportgerät gehören auch andere Gegenstände zur Ausrüstung. Diese wird von jedem Spieler individuell seinen Bedürfnissen entsprechend gewählt. So findet man beim Grossteil der Spieler militärische Tarnanzüge, Munitionswesten, Halfter, Handschuhe, Funkgeräte und vieles mehr. Der Tarnanzug verschafft einem Spieler die Möglichkeit, sich optimal seiner Umgebung anzupassen, damit Spielzüge wie Hinterhalte und Überraschungsangriffe erst möglich werden. Ebenso verschafft das Funkgerät die Möglichkeit, effektiv als Team zusammen zu arbeiten.
Bei den Ausrüstungsgegenständen, gilt wie in (fast) jedem anderen Sport, dass man hier die freie Auswahl hat. Zwar gibt es Clubs und Vereine, die in einheitlicher Uniform und Ausrüstung spielen, doch dies ist nicht die Regel.
Eine "Anfängerausrüstung" kostet in Österreich inklusive Waffe durchschnittlich 500 €. Die Preise sind aber sehr variabel, da die meisten Softairspieler ihre Ausrüstung immer wieder erneuern und ihre alte, meist für wenig Geld, wiederverkaufen.
Bei der Ausrüstung zählt in erster Linie die Sicherheit des Spielers, das heißt, die Augen müssen grundsätzlich durch Qualitätsschutzbrillen geschützt sein.

Geschichte ▾

Die eigentliche Geschichte des Airsoft-Sports beginnt in Japan nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Da dort Waffen für den Normalbürger seit jeher fast gänzlich verboten sind, ließen sich findige japanische Unternehmer eine Alternative für ihre waffenbegeisterte Klientel einfallen: Schwache druckluftbetriebene Waffennachbauten, die nicht vom japanischen Waffenverbot erfasst wurden. Der Siegeszug der Airsoft-Waffen um die ganze Welt begann.
In den meisten Ländern gelten Airsoft-Waffen, deren Energie teilweise viele tausend Mal geringer ist als die einer echten Waffe, als Spielzeuge. Eine der Ausnahmen bildet hier Deutschland, das Airsofts als Waffen ansieht. Bis zum Jahr 2003 waren diese in Deutschland nur in Form von Pistolen erlaubt. Durch die letzte Waffenrechts-Novelle änderte sich die Situation, Nachbauten von militärischen Langwaffen wurden erlaubt. Diese müssen für den deutschen Markt jedoch speziell umgerüstet werden, so dass nur semi-automatisch (Einzelschuss) und nicht wie normalerweise üblich auch vollautomatisch (Dauerfeuer) geschossen werden kann, falls die Energie über 0,5 Joule beträgt, darunter dürfen die Airsoftwaffen auch vollautomatisch sein, da sie bei dieser Mündungsenergie waffenrechtlich nicht mehr erfasst sind.
In einigen Ländern hat Airsoft bereits den Status einer anerkannten Sportart erreicht, wie z.B. in Italien. Hier werden Ligen organisiert und Meisterschaften ausgetragen.

Softair - Frei ab 14 Jahren ▾

Bis zu einer Angleichung des Waffenrechtes wurde die Energiegrenze für Schusswaffen, die zum Spiel bestimmt sind im Sinne der Anlage 2 Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 Nr. 1 zu § 2 Abs. 4 des WaffG auf 0,5 Joule festgelegt. Dies bedeutet, dass Federdruckpistolen und Gewehre sowie elektrische Automatik Pistolen mit einer Energie von max. 0,5 Joule von Jugendlichen ab 14 Jahren gebraucht werden dürfen. Das Führen ohne Waffenschein ist damit im privaten Bereich erlaubt. Das Schießen sollte sich aber auf das befriedete Besitztum mit Erlaubnis des Eigentümers beschränken. Die Pistole unterliegt nicht dem Waffengesetz, da die Leistung max. 0,5 Joule beträgt. Die "F" Kennzeichnung für diese Waffen mit einer max. Energie von 0,5 Joule ist hinfällig.

Softair ab 18 Jahre ▾

Auf Softairwaffen die mit einem "F" im Fünfeck gekennzeichnet sind, ist die für Luftdruck-, Federdruck- und CO² Waffen geltende, gesetzliche Regelung anzuwenden: Kauf und Besitz entsprechender Softairwaffen sind frei ab 18 Jahre. Das Führen einer solchen Waffe in der Öffentlichkeit ist ohne Waffenschein nicht zugelassen und wird als Straftat behandelt. Das Schießen mit solchen Waffen außerhalb von Schießstätten ist eine Ordnungswidrigkeit. § 53 Abs. 1 Nr. 3 WaffG, außer es erfolgt auf einem befriedeten (abgesperrten) Besitztum mit Zustimmung des Eigentümers und die Geschosse können den abgesperrten Bereich nicht verlassen.

Persönliche Vorraussetzungen ▾

Jeder Spieler sollte sich den Gefahren im Umgang mit den Markern bewusst sein und entsprechend handeln. Innerhalb des Teams wird der verantwortungsbewusste Umgang damit erklärt und auf die Einhaltung der Sicherheitsregeln geachtet. Im Team wird offen gesprochen, jeder sollte kritikfähig und in der Lage sein in angemessenem Ton Kritik zu äußern. Hierbei sind Höflichkeit und gepflegte Umgangsformen für uns selbstverständlich und das nicht nur innerhalb des Teams. Sicherheitsregeln und gesetzliche Bestimmungen sind strikt zu befolgen. Alle Regeln die wir haben dienen dem Schutz und der Sicherheit der Spieler, dem zwischenmenschlichen Klima im Team und dem Bild des Teams nach außen hin. Dass an den Gesetzen nichts zu deuten ist versteht sich von selbst.